Reisen Peru
   
   
   
   
Incaventura

Incaventura
Calle Santa Marta 302 Cercado
Arequipa, Peru

Email: kontakt peru

Reisen

Reisen Peru

Peru Basic 14 Tage

Reisen Peru


Peru Bolivien Chile 22 Tage

Reisen Peru


Peru Trekking 22 Tage

 

Die Wunder des Colca Canyon

Der peruanische Schriftsteller "Mario Vargas Llosa" nannte den Colca Canyon das "Tal der Wunder" und wohl jeder Besucher wird sehen warum. Hochfliegende Kondore, eine einzigartige Flora und Fauna, schneebedeckte Vulkane, Reste von antiken Kulturen und eine atemberaubende Landschaft - dies ist der Colca Canyon!



Geographie des Canyon

Der Colca Canyon ist eine riesige geologische Spalte in der westlichen Andenkette im Süden Perus zwischen den mächtigen Schneebergen Ampato (6.325m, südlich der Schlucht) und dem Coropuna (6.450m), sowie dem Quiscapanca (5.745m, beide nördlich der Schlucht). Tief unten in der Schlucht verläuft der Rio "Colca", welcher sich im Laufe der Jahre seinen Weg durch die Anden gebahnt hat. Der Rio "Colca" beginnt hoch oben in den Anden, wechselt unterwegs seinen Namen und wird zum Rio "Majes" und endet letztlich als Rio "Camana" im pazifischen Ozean. Unterwegs, zwischen den beiden Doerfern Chivay und Cabanaconde, fliesst der Rio "Colca" durch eine Schlucht mit einer sagenhaften Tiefe von 3.500m. Dies bedeutet, dass sich im Colca Canyon nach dem nahegelegenden Contahuasi Canyon die zweittiefste Schlucht der Welt befindet.

Geschichte und Kultur des Canyon

Obwohl vieles darauf hindeutet, dass der Colca Canyon durch seine vielen fruchtbaren Plätze schon während der Steinzeit besiedelt wurde, stammen die ersten bedeutsamen Spuren von menschlichen Siedlungen von den preinkaischen Kulturen der "Cabanas" und "Collaguas". Diese beiden Kulturen konstruierten eindrucksvolle Landschaftsterassen, um so den knappen Platz optimal nutzen und der Erosion vorbeugen zu koennen. Einige dieser als andenes bekannten Terassen werden seit mehr als 1.400 Jahren genutzt.

Das Colcatal wurde während der Blütezeit des Inkareiches von den Inka anektiert und in das damals riesige Inkareich eingeschlossen. Mais, Kartoffeln, Bohnen, Obst und Gemüse wurden auf den andenes angepflanzt und mit Lamakaravanen bis nach Cusco transportiert. Der Name "colca" stammt aus der Zeit der Inkas. "Golcas" - dies waren die Kornspeicher in den Höhlen der Schlucht, wo die Ernteerträge gelagert wurden.

Als im 16. Jahrhundert die spanischen Eroberer nach Peru und somit auch in den Colca Canyon gelangten, gründeten sie im Tal des Colca 14 kleine Dörfchen im üblichen Schachbrett-Grundriss. Heute sind aus dieser Zeit noch immer einige architektonisch wertvolle Kirchen zu sehen. Die Bevölkerung wurde in den Gold- und Silbermienen, sowie auf dem Felde zu harter Arbeit gezwungen.

Bis zum 20. Jahrhundert war der Colca Canyon groösstenteils vom Rest der Welt abgeschnitten und geriet in Vergessenheit. Erst als die beiden Piloten "Robert Shippee" und "George Johnson" im den 30er Jahren den Canyon überflogen und ihr Werk "unbekanntes Tal der Inka" erschien, wurde man wieder auf das Colcatal aufmerksam. Es dauerte aber bis in die 70er Jahre hinein, bis schliesslich der Colca durch eine Schotterstrasse erschlossen wurde. 1978 erforschte der Spanier "Dr. Arias" die Schlucht und befuhr als erster den Rio "Colca" mit dem Boot. 17 Tage dauerte sein Abenteuer. Der Colca Canyon wurde zur "weltweit tiefsten Schlucht" erklärt und somit für den Tourismus attraktiv.

Die Landwirtschaft stellt auch heute noch die Haupttätigkeit der Bewohner des Colca Canyon dar. Neben dem wichtigsten Anbauprodukt dem Mais, werden auch weiterhin vor allem Kartoffeln, Bohnen, Zwiebeln, Obst und Gemuese angepflanzt. Dazu dienen noch immer die vor hunderten von Jahren angelegten andenes. In den tiefer gelegenen Gebieten wachsen Avocados, Trauben, Feigen, Oliven, Äpfel, Pfirsiche, Papaya, Guayaba und Chirimoya.

Die unterschiedlichen Klimazonen erlauben den Anbau von verschiedendsten Produkten. Durch den Beginn des Tourismus im Colca Canyon und die dadurch verbesserten Transportverbindungen wurde es der Bevoölkerung möglich, ihre Erzeugnisse bis nach Arequipa zu vermarkten.

Flora und Fauna

Unter den vielen im Colca Canyon lebenden Tieren und Pflanzen ist der majestätische Kondor das sicher bekannteste Symbol des Gebietes. Mit einer Flügelspannweite von über 3m ist der Kondor der grösste Raubvogel der Welt. Die Colca Schlucht ist möglicherweise der beste Platz der Welt, um den Kondor bei seinem graziösen Flug zu beobachten. Jeweils am Morgen ziehen die Kondore auf der Suche nach Nahrung ihre Kreise wobei sie die an den Schluchtwänden aufsteigenden Thermik nutzen.

Neben den Kondoren können wir im Colca Canyon eine Vielzahl an kleineren Vögeln, sowie die verschiedenen andentypischen Arten der Kleinkamele betrachten. Alle der 4 weltweit existierenden Arten (Lamas, Alpakas, Guanacos und Vicuñas) leben im Gebiet des Colca. In abgeschiedenen Orten sind Füchse, Rotwild, Wildkatzen und Pumas anzutreffen.

Die für den Colca Canyon typischen Pflanzen sind beispielsweise der molle Baum, verschiedene Weiden, der tuna Kaktus mit seiner schmackhaften Frucht, sowie der huanarpo, ein Wüstenstrauch, dessen Äste einen angenehmen Duft verbreiten.